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Yann Sommer - der rockende Goalie

Mit seinem lässigen Look und seinem charmanten Lachen gehört Nati-Goalie Yann Sommer eindeutig zur Generation "Sexy Fussballer". An der WM in Russland wird er der grosse Rückhalt der Schweizer Mannschaft sein. L’OFFICIEL Hommes Schweiz traf den Tausendsassa zum Interview und sprach mit ihm über die Schnelllebigkeit des Glücks, Idole und die Kraft der Musik.

L’OFFICIEL HOMMES Schweiz: Yann, du spielst seit 2014 für Borussia Mönchengladbach in der deutschen Bundesliga. Was vermisst du aus der Schweiz am meisten, wenn du in Deutschland bist?
Yann Sommer: Zuallererst meine Familie und meine Freunde, auch wenn sie ab und an zu Spielen kommen. Ansonsten sehe ich keinen allzu grossen Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz. Der Lifestyle ist sehr ähnlich.

Gibt es in Bezug auf Fussball einen Unterschied zwischen den beiden Ländern?
Der signifikanteste Unterschied ist die Grösse: grössere Stadien, die grössere Liga, viel mehr TV-Stationen etc. Zudem gibt es in Deutschland viel mehr Spieler, die aus dem Ausland kommen, die Qualität der Spiele ist grundsätzlich höher. 

Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt? Und was wolltest du als Kind werden?
Ich wollte schon immer Fussballer werden. Meine Eltern waren immer recht relaxt und haben mich meinen Traum verwirklichen lassen. Für sie war und ist es das Wichtigste, dass ich glücklich bin. 

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Du bist aber nicht nur Fussballer, sondern du kochst auch sehr gern und hast einen eigenen Food-Blog. Woher kommt die Liebe zum Kochen?
In meiner Familie wird sehr viel Wert aufs Essen gelegt. Meine Eltern sind echte Gourmets. Bei uns wurde schon immer gut gekocht. Obschon beide Eltern berufstätig waren, haben sie sich immer viel Zeit genommen, um das Essen zuzubereiten. In meiner Kindheit waren wir häufig in der Provence, dort habe ich Märkte und Weingüter kennen gelernt. Diese Erlebnisse haben mich sehr geprägt. Sie sind die Wurzeln meiner Leidenschaft für das Kochen.

Welchen Stellenwert nimmt Essen in deinem Leben ein?

Ich liebe gutes Essen, ich liebe gute Ernährung mit frischen Zutaten. Als Sportler muss ich besonders auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Mein Körper ist mein Kapital, und er ist immer nur so gut wie das, was ich ihm gebe. Also ernähre ich mich stets so, dass ich meine optimale Leistung erbringen kann. 

 

 

Du kochst nicht nur gern, du spielst auch Gitarre und Klavier. Was bedeutet dir Musik?
Ähnlich wie das Kochen ist die Musik ein super Ausgleich für mich. Im Sport hat man sehr viel Druck. Als Profi wird von mir erwartet, immer eine hervorragende Leistung zu erbringen. Als Ausgleich spiele ich seit zwölf Jahren Gitarre, habe Notenlesen gelernt und Gesangsunterricht genommen. Durch die Musik treffe ich ganz andere Menschen; mit ihnen spreche ich über ganz andere Dinge und erlebe ganz andere Sachen als im Fussball.

Du lernst seit vier Monaten auch noch das Klavierspielen. Wie klappts? 
Es ist wie bei jedem Instrument – Übung macht den Meister. Nur wer fleissig übt, kommt weiter. Aber ich versuche, regelmässig Gitarren-, Gesangs- und Klavierunterricht zu nehmen. Und es macht mir einfach riesigen Spass. 

 

Was ist für dich echter Luxus?
Die Entscheidungsfreiheit zu haben, was man aus seinem Leben machen möchte, und Zeit zu haben für Dinge, die man liebt. 

Wie wichtig ist Mode für dich?
Ich ziehe mich gern gut an, daher ist Mode für mich persönlich wichtig. Mit Mode kann ich meine Gefühle ausdrücken, Statements setzen und meinen eigenen Stil kreieren. Ob dieser anderen Menschen auch gefällt, ist eine andere Sache. Ich möchte mich einfach wohlfühlen in der Kleidung, die ich trage.

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Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ich weiss gar nicht, ob man mich auf einen bestimmten Stil reduzieren kann. Wenn ich zum Training fahre, bin ich manchmal in Jogginghose – nicht sehr sexy, aber praktisch. Ich trage aber auch sehr gern einen gut geschnittenen Anzug. Man sieht mich jedoch genauso oft mit Boots und dicken Mänteln. Ich bin sehr offen, was Mode anbelangt. 

Lesen Sie das gesamte Interview mit Yann Sommer in der aktuellen L'OFFICIEL Hommes, in dem er sich zu Sportlern als Influencer und den kurzen Momenten des Glücks im Sport äussert.

 

Image Credits:
Fotografie Cyrill Matter
Styling Maximilian Schlosser
Realisation Charles Blunier

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