Beauty

Invisibobble Erfinderin Sophie Trelles-Tvede

von Manou Steiger
11.01.2017
Es sind oft die einfachsten Dinge, die als Businessidee einschlagen wie eine Bombe. Im Fall der passionierten Jungunternehmerin Sophie Trelles-Tvede gab ein Telefonkabel den Startschuss für eine Idee, die zum grossen Erfolg führte. 

Als Einjährige kommt Sophie Trelles-Tvede, das Kind einer Spanierin und eines Dänen, in die Schweiz. Nach Abschluss des englischen IB (International Baccalaureate) fasst die junge Frau ein Studium in England ins Auge. Keine andere als eine der Top-Universitäten des Landes, die Warwick Business School, sollte es sein. Doch schon nach dem ersten Semester steht fest, der Lernstoff fordert die 23-Jährige nicht so sehr, wie sie es sich erhoffte. Es bleibt also viel Zeit, sich auf Partys zu vergnügen und das Studienleben zu geniessen. Doch Sophie will mehr und kann nicht länger unterfordert durchs Leben gehen. Es scheint also schon fast wie ein Wink des Schicksals, als sie eines Nachts auf dem Weg zu einer Bad-Taste-Party die Inspiration zu einem Produkt fndet, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellen sollte.

Ihr Outfit hat sie dem ema gerecht zusammengestellt, als sie jedoch aus der Türe geht, fällt ihr auf, dass ihre Haare noch unfrisiert sind. Schnell improvisiert sie, greift zu einem alten Telefonkabel an der Wand und bindet es sich in die Haare. Der Abend und ihr Outfit sind ein voller Erfolg und als sie am nächsten Morgen aufwacht, bemerkt sie, die sonst oft von heftigen Migräne-Anfällen geplagt wird, dass ihr dank des Telefonkabels die leidigen Kopfschmerzen erspart bleiben. Ein Telefongespräch mit ihrem Bekannten Felix Haffa, der ebenfalls 23-jährige CEO der New Flag Gruppe, ein Beauty-Vertrieb, der für die Distribution von Marken wie Tangle Teezer und Olaplex verantwortlich ist, genügte, und schon war die Idee von Invisibobble geboren. Ein Haargummi, der durch seine geringelte Struktur keine Abdrücke im Haar hinterlässt, und der sowohl Spliss als auch Kopfschmerzen vermeiden soll. Mit nur 4 000 Euro Startkapital setzen die beiden Jung-Unternehmer mit viel Engagement ihre Vision in Tat um und haben bereits drei Monate später ein fertiges Produkt und sogar einen Online-Store vorzuweisen.

Die ersten Monate verbringen sie mit der Ausbesserung und Vermarktung des Produktes und verkaufen vor allem an Friseur-Salons in Deutschland. Kurz darauf werden jedoch grössere Unternehmen wie die englische Drogerie-Kette Boots auf Invisibobble aufmerksam und nehmen sie in ihr Sortiment auf. Die harte Arbeit zahlt sich aus: Schon sehr bald ist der neuartige Haargummi an jedem Hand- gelenk – sogar an dem von Supermodel Irina Shayk – zu sehen und erfreut sich grosser Beliebtheit in jedem Alter. Trotz ihres wachsenden Unternehmens, beendet Sophie ihr Studium mit einem Bachelors of Science in Management. Mittlerweile ist das Produkt in über 70 Ländern erhältlich, die Produkt-Palette wurde mit einer stärkeren Version für den Sport (Power) und einer kleinen für feine Partien im Haar (Nano) erweitert. Wie die Zukunft aussieht? Sophie ist bereits in der Planung für ein neues Produkt. Ob dabei wieder eine Bad-Taste-Party zur Inspiration dient – wer weiss.

 

www.invisibobble.com 

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