Beauty

Haar-Trends Herbst/Winter 2018

Jede Saison bringt nicht nur Neues für die Garderobe, auch die Frisuren wechseln. Von Punk über Romantik bis zum natürlichen Look ist diesen Herbst/Winter alles mit dabei. Wir zeigen, wie man die Laufsteg-Looks zuhause einfach nachmachen kann, und haben Star-Stylist Sam McKnight in Paris zum Interview getroffen.
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Balmain
Sleek

Adam Selman / James Selman

  1. Eine kleine Frontsektion nehmen und ein Zentrum bilden.
  2. In die Spitzen «Maximista Sculpting Cream» von Oribe auftragen und nicht bürsten.
  3. Das Haar flach streichen, nach hinten ziehen und zwei Zöpfe flechten.
  4. Die Zöpfe fast trocken föhnen.
  5. Die Frontpartie mit «Voluminista» von Oribe befeuchten und auf der Stirn drapieren.
  6. Das Haar mit einem Netz andrücken und nochmals trocken föhnen.
  7. Die Zöpfe lösen und mit den Fingern auflockern. 
Easy Glamour

Balmain / Sam McKnight

  1. Mit einem Kamm einen klaren Seitenscheitel ziehen.
  2. «Techniart Full Volume Mousse 5» von L’Oréal am Ansatz und an den Seiten auftragen.
  3. Die Spitzen mit einer Rundbürste föhnen, um sie zu glätten.
  4. Mit einem Lockenstab (32 mm) ein paar Strähnen eindrehen und dabei die Richtung abwechseln.
  5. Die Frontsträhne für einen natürlichen Look vom Gesicht wegdrehen und mit «Cool Girl Spray» von Sam McKnight fixieren.
  6. Für das Finish «Modern Hairspray» von Sam McKnight verwenden. 
Romantic

Symonds Pearmain /Anthony Turner

  1. Mit einer Bürste das Haar Schicht für Schicht nach hinten bürsten und föhnen.
  2. Von der Kopfmitte das Haar trennen und nach vorn ziehen.
  3. Hinten zwei Zöpfe flechten und mit Haarnadeln am Kopf befestigen.
  4. An der Frontpartie Schicht für Schicht Locken mit einem Lockenstab machen.
  5. Die Locken ausbürsten und auf einer Seite mit Clips befestigen.
  6. Einige Strähnen locker herausziehen. 
Punk

Gareth Pugh / James Pecis

  1. Das Haar in vier Sektionen einteilen.
  2. Die hinteren Haare teilen und in eine umgekehrte Träne formen.
  3. Nach oben ziehen, teilen, zwei Zöpfe flechten und mit Haarnadeln flach am Kopf befestigen.
  4. Die Seitenpartien nacheinander über die Zöpfe ziehen und mit Gel einen Wet-Look kreieren.
  5. Die vordere Partie trocken föhnen, dann nach hinten ziehen, in der unteren Partie einen Zopf machen und unter den hinteren Teil des Haares legen.
  6. Finish mit Hairspray. 
Messy Chignon

Roksanda / James Pecis

  1. Das Haar mit Voluminizer vorbereiten und föhnen.
  2. Das Haar nach hinten ziehen.
  3. Zwei Knoten machen und locker zu einem Chignon eindrehen. 
Natürlich

Christopher Kane / Guido Palau

  1. Feuchtes Haar in der Mitte mit dem Finger teilen.
  2. «NBD Redken Cream» auf dem gesamten Haar auftragen.
  3. Das Haar föhnen.
  4. Zum Schluss «Fashion Work 12» von Redken auf die Finger sprühen und die Haare hinter die Ohren streichen. 
Curly

John Elliott / Kien Hoang 

  1. Zuerst eine Feuchtigkeitscreme in die Haare einarbeiten und sanft kneten. So erhält das Haar eine natürliche Bewegung und Textur.
  2. Trocken föhnen. 
Twenties

Erdem / Anthony Turner

  1. Den Scheitel ganz rechts auf der Seite ziehen.
  2. Die hinteren Haare föhnen.
  3. Die Frontpartie mit Mousse und Wasser benetzen und mit Klammern in Wellenform befestigen.
  4. Das Haar in einem tiefen Pferdeschwanz locker zusammenbinden.
  5. Den vorderen Teil mit Hairspray fixieren und föhnen. 

 

Kult-Figaro

Bereits seit vier Jahrzehnten arbeitet Sam McKnight erfolgreich als Hairstylist in der Modebranche. Der gebürtige Schotte hat nicht nur Stars wie Prinzessin Diana, Kate Moss oder Lady Gaga frisiert, sondern auch viele weltweit bekannte Looks kreiert. Backstage an der Show von Balmain hat er uns die aktuellen Trends erklärt.
 

L’OFFICIEL Schweiz: Was sind die wichtigsten Haartrends für diesen Herbst/Winter?
SAM MCKNIGHT: In dieser Saison waren einige Trends wirklich auffallend. Dazu gehören auch «Easy Updos». Dabei sehen die Haare aus, als hätte nicht ein Hairstylist sie frisiert, sondern als hätten die Models die Frisur selbst gemacht. Ob offen getragen oder hoch oben am Kopf zusammengenommen oder im Nacken geknotet, diesen Look kann man problemlos in zwei Minuten zuhause nachmachen. Ein weiteres Highlight ist das «Polished Cool Girl». Dieser Trend hat sich in den letzten Saisons weiterentwickelt. Das Haar sieht sehr gesund aus, hat eine Textur, aber mit ganz glatten Spitzen. Bei diesem Look werden die Spitzen ganz glatt geföhnt und mit Anti-Frizz-Produkten gepflegt. Oberhalb wird ein leichter Textur-Spray verwendet, der dem Haar Volumen schenkt. Der auffälligste Look ist «Rebel Punk», den man von New York bis Paris gesehen hat. Inspiriert sind die Styles von der Post-Punk-Ära der frühen 80er-Jahre.
 

Wie kann man Runway-Looks zuhause am besten nachmachen?
Wichtig sind vor allem die verwendeten Produkte, um die Looks nachzustylen, und natürlich auch die richtigen Werkzeuge.
 

Sie haben vor Kurzem selbst eine eigene Haarlinie herausgebracht. Was ist das Spezielle daran?
Meine Produkte sind smarte Quick-Fix-Styling-Produkte, die wir backstage ständig benutzen. Der «Easy-up Do Texture Spray» schenkt Chignons, Pferdeschwänzen und Zöpfen einen festen Halt. Der «Cool Girl Barely There Texture Mist» eignet sich für entspannte Looks, die natürlich wirken sollen. Das «Lazy Girl Dry Shampoo» befreit das Haar von Fett und schenkt ihm eine neue, frische Textur und Volumen. Der «Modern Hairspray Multi-Task Styling Mist» glättet das Haar und schenkt starken Halt. Dank ihnen kann ich auf alle anderen Produkte verzichten. Sie wurden intensiv von meinem Team und mir an den Models getestet, und zwar unter den härtesten Bedingungen und an den unterschiedlichsten Locations. Sie wurden so entwickelt, dass sie in kleinen Mengen sofort Resultate zeigen und unterschiedlich anwendbar sind – perfekt, um die Frisur problemlos von einem Look zum nächsten zu ändern.
 

Haben Sie einen Tipp für gesundes, glänzendes Haar?
Wichtig sind das richtige Shampoo, der richtige Conditioner und wenn nötig eine Kur. Verzichten Sie wenn immer möglich auf Hitze-Styling und benutzen Sie einen Hitzeschutz.
 

Wie viel Einfluss haben Sie auf den Look der Haare an einer Fashion-Show?
Genug, aber das ist unterschiedlich. Eine Show kann ein klares Motto haben oder aber es ist wichtiger, eine Silhouette zu kreieren. Bei Chanel macht Karl Lagerfeld oft Skizzen, die viele Details enthalten, was Form und Textur angehen. Im Vorfeld treffe ich mich immer mit dem Designer, dem Make-up & Nail Artist, um einen Testlauf zu machen. Dann probieren wir unterschiedliche Looks an einem Model aus und versuchen gemeinsam, eine Balance zu finden, was wirklich wichtig ist. 
 

Sind Sie vor einer Show nervös?
Nicht nervös, aber backstage herrscht eine prickelnde Energie, die einen schon ansteckt. Modeschauen sind mir am liebsten bei meinem Job. Ich liebe die Schnelligkeit und Unmittelbarkeit backstage. Innerhalb von drei Stunden kreieren wir den Look von 30 bis 90 Models, dann gehen sie raus auf den Laufsteg und es ist vorbei – und weiter gehts zur nächsten Show.
 

Sie haben mit unzähligen Prominenten gearbeitet. Haben Sie einen Liebling?
Oh, da gibt es einige, die mittlerweile gute Freunde von mir geworden sind, aber Prinzessin Diana wird für mich immer ganz speziell sein.
 

Sie sind schon lange im Business. Was war der bewegendste Moment für Sie?
Ich hatte so viele! Mein Buch «Hair by Sam McKnight» und die Ausstellung im Somerset House 2016 waren sicher ein Highlight in meiner Karriere. 40 Jahre meiner Arbeit wurden editiert und zusammengeführt und man konnte sie alle auf einmal an einem Ort sehen. 

 

 

 

Image Credits:
ZVG DYSON
GETTY IMAGES

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