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Wenn Sue Tilley auf Fendi trifft

Eine aussergewöhnliche Kollision zwischen dem berühmten italienischen Haus, das für seine raffinierte Eleganz bekannt ist, und der subversiven Londoner Illustratorin, eine neue Gestalt auf der Designerbildfläche. Das Debüt war so ausgefallen wie man es erwarten durfte.

Auf dem Runway für die Frühjahr/Sommer 2018 Kollektion von Fendi Men haben wir ihren kreativen Einfluss zum ersten Mal gesehen. Es begann mit einer fluoreszierenden gelben Bananenschale auf einer klassischen Tasche, gefolgt von einem roten Korkenzieher, der auf eine Lederjacke "gebeamt" wurde, danach eine Schreibtischlampe, ein Telefonhörer, eine Kaffeetasse, zuletzt ein Schlüsselbund. Dutzend alltägliche Gegenstände, mit fast kindlicher Spontaneität aufgemalt und, ein wenig an Vandalismus erinnernd, auf dem kostbarem Leder des Hauses, dem Selleria Cuoio Romano, angebracht. Alles durch ein veraltetes Design im Vintage-Stil gehalten, was den neuen Logos, die manchmal mit dem Fendi-Monogramm in Verbindung gebracht werden, ein ganz neues Gefühl verleihen. Dass die Marke einfallsreich und witzig ist, ist bekannt. Doch die neusten Wendungen sind eher ungewohnt. Vor allem, wenn Sie herausfinden, wer Fendi zu dieser Umleitung aufgerufen hat: Sue Tilley. Gut möglich, dass Ihnen der Name nichts sagt. Die sechzigjährige Engländerin, langjähriges Model und Muse von Lucian Freud, ist eine bedeutende Figur der Londoner Gegenkultur. Einige von Ihnen mögen ihren übergrossen Körper bereits in der National Gallery oder in anderen Museen gesehen haben. Nun erscheint das XXL-Modell wieder auf der Bildfläche und nimmt die Pinsel zur Hand, um sich als Illustrator neu zu erfinden. Eine fantastische und unerwartete Wendung, die perfekt zur DNA ihres neuen Arbeitgebers passt. Die Kollaboration ist vielversprechend.

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