L'Officiel Art
Was Kunst, Palmöl und Techno verbindet? Wohlgemerkt wenig. Doch folgte man der Crowd an der diesjährigen Berlin Art Week, wurde man fündig, im Berghain. Mit «An Invitation to Disappear» lud Julian Charrière zu einer visuellen und technoiden Exkursion in die Tropen Indonesiens. An einen Rave unter Palmen. Doch schaut man genauer hin, stört etwas den Blick des Betrachters. Kein Mensch kam zur Technoparty. 75 Minuten bewegt sich die Kamera im Film-Loop an Palmfettblöcken, abgeholzten Regenwäldern und riesigen Scheinwerfern vorbei. Julian Charrière legt den Blick frei für Dinge, die wir sonst so nie sehen. In seinen komplexen Arbeiten ruft er die Ambivalenz von Mensch und Natur, Schönheit und Zerstörung, Ursprung und Zukunft treffsicher ins kollektive Bewusstsein. Mit «As We Used to Float» wurde in der Berlinischen Galerie nun seine erste Einzelausstellung eröffnet. Ein Gespräch mit einem Mann, für den die Kunst eine höchst komplexe Exkursion ist.
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