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Lab'Bel sorgt für eine Überraschung in Venedig

Diskret aber aktiv investierte der Stiftungsfonds Lab'Bel - 2010 gegründet und unter der Leitung von Laurent Fiévet errichtet - an der Biennale Venedig in ein von David Horvitz gestaltetes, reizvolles und scherzhaftes Performance-Programm: "435 Ponti et qualche scorciatoia" (435 Brücken und einige Abkürzungen).
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Im Jahr 2015 wurde das erste Stück der von Lab'Bel produzierten Serie "3 Easy Pieces" - Michael Staabs "Concertino Unisono" - auf dem Platz Saint-Marc präsentiert. Unter der kuratorischen Leitung von Silvia Guerra, der künstlerischen Leiterin von Lab'Bel, ist der zweite Teil "435 Ponti und qualche scorciatoia" in diesem Jahr Teil des öffentlichen Raums geworden. Dieses Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit in den AnwohnenrInnen Venedigs, lokalen Institutionen, kleinen Handwerksbetrieben und MusikerInnen entwickelt und birgt das Erbe von Fluxus, dessen Energie die gesamte Serie versorgt.

Unter der Leitung von David Horvitz, in Los Angeles lebender Künstler und Dichter, wurde das Projekt zu einem Spaziergang durch die Stadt - teils von der "acqua alta", dem Hochwasser, überflutet. Das Prinzip? Nur die Brücken überqueren, welche die verschiedenen Teile der Insel verbinden. So führt der Künstler einen nächtlichen Performance-Spaziergang über die Brücken der Stadt durch. Während seiner Aufenthaltsdauer entwickelte er verschiedene Projekten in Zusammenarbeit mit Reiseleitenden, Orgelspielenden, Handwerkenden, Eiscremeherstellenden.

Warum hat sich Lab'Bel für Venedig entschieden? "Uns überzeugte die Idee, eine geschichtsträchtige Stadt zum Nachhallen zu bringen, deren Ausstattung sich durch ihre architektonischen Dimensionen besonders gut für das Prinzip der Performance in einem Kontext eignet - der Biennale der zeitgenössischen Kunst -, in dem die Geschichte Stadt von anderen Kunstschaffenden relativiert wird", sagt Laurent Fiévet. "Darüber hinaus ist uns diese Stadt insofern bekannt, als Silvia Guerra, künstlerische Leiterin von Lab'Bel und Kuratorin der ersten beiden Begegnungen, einen Teil ihres Studiums und ihrer beruflichen Laufbahn dort absolviert hat; diese Nähe zur Stadt und ihren BewohnerInnen ist Teil der Einzigartigkeit von "3 Easy Pieces" und einigen der Tourneen, die sie bereits durchgeführt hat". Ein Erlebnis, dem man gerne beiwohnen will!

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"435 Ponti e qualche scorciatoia. David Horvitz",
vom Labor für Kunsthandwerk der Groupe Bel,
bis zum 24. November in Venedig.

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