Fashion Week

Dior Frauenpower nach Maria Grazia Chiuri

Eine Best-of-Collection aus dem Dior-Universum und eine Ode an die Weiblichkeit in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Claire Fontaine
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Es kommt oft im Leben jeder Frau vor, dass man sagt "Sei eine Frau". Aber was bedeutet das genau? Wir könnten stundenlang darüber sprechen, von Hinweisen auf Schönheit, Stil, aber auch auf die Rolle, die Frauen in der Gesellschaft spielen. Sich selbst zu bekräftigen, ohne dass Definitionen erforderlich sind, ist die Grundlage der Botschaft, die Diors Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri seit ihrer Ernennung zur Leiterin des Hauses weiterführt. In der Herbst-Winter-Kollektion 2020-21 wird mit dem Künstlerkollektiv Claire Fontaine zusammengearbeitet, das für die Neoninstallationen feministischer Slogans bekannt ist. Einige davon konzentrieren sich auf brennende Themen: "Wenn Frauen die Welt schlagen, hört auf" - wenn Frauen aufhören, hört die Welt auf - "Zustimmung. Zustimmung. Zustimmen. " - das Erfordernis der Zustimmung, "Wir sind alle klitoridische Frauen" - Ausdruck einer freien Sexualität, deren Meisterin nur jede Frau ist, seit dem ersten Manifest der feministischen Carla Lanzi in den 70er Jahren, irgendwie Muse der Sammlung zusammen mit den Erinnerungen an das Leben von Maria Grazia als Teenager. Die Show beginnt mit einer maßgeschneiderten Jacke und Hose mit weißem Hemd und Krawatte. Vielleicht, weil dieses Bild der Superkraftfrau den Weg zur Reflexion über die Ästhetik der Weiblichkeit eröffnet, zu der auch Seidenkleider mit freiliegenden Dessous gehören (das J'Adior-Gummiband ist immer vorhanden), Biker-Lederanzüge, Jeansjacken und Panta sowie Rautenpullover mit Argyle-Motiv, lange Kleider, Miniröcke und Trench-Decke aus Wolltartan, Tartan-Motiv, das Monsieur Dior und Marc Bohan, Creative Director der Marke in den 70er Jahren, so geliebt haben. Hauptzubehör sind der Kopftuch, Kampfstiefel, Mesh-Kniestrümpfe sowie die neue Version der Book-Tasche. Auf einem T-Shirt steht "Ich sage ich", ein Satz der italienischen Kritikerin und Aktivistin Carla Lanzi, die dazu anregt, ihre Stimme zu Gehör zu bringen, jetzt mehr denn je "Ich sage ich". Die Kollektion ist ein Überblick über taktile Emotionen, eine Reflexion über Alltagskleidung, die einer Frau gewidmet ist, die "Schnickschnack" beiseite lässt und Konkretheit wünscht. Und freie Meinungsäußerung.

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