Beauty

Mit Zoë Pastelle in Cannes

von L'Officiel Schweiz
29.08.2017
Seit 1953 sind die «Rouge Dior»-Lippenstifte Kult. Jetzt haucht Peter Philips, Creative und Image Director von Dior Make-up, der Legende mit Rouge Liquid und Double Rouge neues Leben ein. Vor der Kulisse der Filmfestspiele von Cannes haben wir die Innovationen ins beste Licht gerückt. In der Hauptolle: Zoë Holthuizen.

PROLOG

Die Filmfestspiele von Cannes waren schon immer eine gute Gelegenheit für Stars und Sternchen, auf sich aufmerksam zu machen. Die Liste der bekannten Namen, die schon über den berühmten roten Teppich defilierten, ist lang: Susan Sarandon, Uma Thurman, Juliette Binoche, Julianne Moore, Monica Bellucci, Marion Cottilard und Charlotte Gainsbourg, Charlize Theron, Rihanna, Rita Ora, Irina Shaik und Eva Herzigova – und in den vergangenen Jahren auch neue Namen wie Bella Hadid und Kendall Jenner. Vor lauter Schaulaufen vergisst man fast, dass es hier eigentlich um Filme geht. Zur Erinnerung: Diane Kruger wurde in diesem Jahr als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Sofia Coppola gewann mit «The Beguilded» als zweite Frau den Preis für die beste Regie und der schwedische Regisseur Ruben Östlund holte mit der bissigen Gesellschaftssatire «The Square» die Goldene Palme. Mittendrin im bunten Treiben der Eitelkeiten: der Schweizer Instagram-Star Zoë Holthuizen (@zoepastelle). Die 18-jährige Schauspielschülerin hat bereits in zwei Kinofilmen mitgespielt und macht im Oktober ihren Abschluss an der European Filmactor School (Efas) in Zürich. Mit 130 000 Followern gehört sie zu den grössten Social-Media-Stars der Schweiz – und ist seit kurzem – zusammen mit Xherdan Shaqiri, Stress und Alexandra Maurer – eines der Gesichter der neuen Kampagne von Coca Cola. Keine Frage, diese junge Frau weiss sich vor der Kamera zu bewegen. Wer also würde sich besser eignen für unser Beauty-Shooting mit Dior Make-up? 

20:00 Uhr:

In den meisten Märchen muss man vor dem Happy End Drachen töten, die böse Stiefmutter ausser Gefecht setzen oder einen Frosch küssen. Unser Abenteuer hatte mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Bereits am Flughafen Zürich-Kloten war ein neuer Ledermantel ruiniert, das Paket mit den Kleidern für das Shooting nicht angekommen, Zoë hatte ihren Pass vergessen, und die PR-Dame lag wegen eines Hexenschusses bewegungsunfähig in einem Hotel in Mailand. So weit, so gut.  Dass der Flug erst mit einer Stunde Verspätung startete, hatten wir gar nicht bemerkt. Die charmante und quirlige Zoë – der Name bedeutet im altgriechischen passenderweise Leben – fand am Gate schnell neue Freunde und vernetzte sich im Nu online. Typisch Millenial; alles findet parallel zum «echten» Leben auch auf dem Smartphone statt. 

00:00 Uhr: Eigentlich wäre Zoë zu einer Party eingeladen, aber professionell wie sie ist, lässt sie diese sausen. Sie versteht es, Prioritäten zu setzen. Hoch über Cannes erzählt sie von der Schauspielerei, ihrer Ausbildung und von ihrem Alltag als Instagram-Star. Morgens posen beim Fotoshooting, nachmittags performen in der Schauspielschule, abends Location-Wahl für das nächste Instagram-Shooting, zwischendurch immer wieder Updates hochladen für die Snapchat-Follower – und dabei immer gut aussehen. Seit sie 15 Jahre alt ist, bestreitet sie mit Instagram ihren eigenen Lebensunterhalt. Nach der Schule möchte sie in London oder Los Angeles richtig Englisch lernen. Vorerst freut sie sich aber auf die Premiere ihres zweiten Kinofilms «Blue My Mind». Im gefühlvollen Coming-of-Age-Debüt von Regisseurin Lisa Brühlmann glänzt Zoë neben ihrer Freundin Luna Wedler in einer Nebenrolle. 

02:00 Uhr:

Vor lauter reden ist es doch noch spät geworden. Beim Auspacken fehlt die Zahnpasta – typisch Blond, denken wir. Den Pickel, der sich ankündigt, bekämpfen wir mit einer selbst gemachten Paste aus Wasser und Bockshornklee.

07:00 Uhr: Während Zoë voller Elan in die Kamera strahlt, schwanken wir wortkarg und zerknittert mit Sonnenbrille hinterher, sehnen uns nach Ka ee und ho en, dass die Kleider fürs Shooting angekommen sind.

09:00 Uhr: In der legendären Dior-Suite des Hotel Majesitc erwartet uns ein zehnköpfiges Team. Wir sind erschlagen vom eleganten Dior-Ambiente und der Aussicht direkt auf die Croisette mit dem roten Teppich, wo um diese Uhrzeit noch Flaute herrscht. An den Wänden hängen Bilder von Charlize Theron und Bella Hadid, die vor kurzem auch hier geschminkt und gestylt wurden. Zwei adrette Männer in schicken Anzügen bringen eine riesige Stange mit Dior-Roben fürs Shooting.

«Die Idee war, einen flüssigen Rouge-Dior-Lippenstift mit einem matten, einem Satin-und einem Metallic-Finish zu kreieren», erklärt Peter Philips die neuste Innovation von Dior Make-up. Die neue Formulierung ermöglicht unterschiedliche Effekte und überzeugt mit intensiver Deckkraft und langer Haltbarkeit dank Eosin. Durch das Kieselerde-Puder lässt sich Rouge Liquid leicht auftragen. Die Kombination aus mineralischem Wachs und einem Gel sorgt für ein cremiges und gleichzeitig leichtes Gefühl. Daneben pflegen vier Öle die Lippen zart. «Es stimmt, dass ich extreme Farben wie Knallrot und Schwarz liebe, aber ich war fasziniert von der Herausforderung, auch natürliche Nuancen für einen schicken Look zu entwickeln. Die Palette hat 29 Nuancen – von einem subtilen Beige bis zu einem Schokoladen-Pink», freut sich der Creative Director. It-Piece der Liquid-Kollektion ist «Nr. 999 Matte». Das matte Finish gibt dem legendären Dior-Rot einen modernen Twist.

Zweites Highlight ist die Double-Rouge-Kollektion. Sie kombiniert in einem Lippenstift zwei Texturen und zwei Farbtöne miteinander: aussen dunkel und matt, innen heller und metallisch schimmernd. Das lässt die Lippen optisch grösser erscheinen. «Die Schwierigkeit bestand darin, für die 20 Nuancen jeweils zusammenpassende Töne zu finden», erklärt Peter Philips.


Die Stimmung ist entspannt, professionell und herzlich, denn der jugendliche Charme von Zoë verbreitet bereits in der Maske gute Laune. Norman Pohl, seit 10 Jahren Make-up- Artist bei Dior, ist begeistert von ihrer natürlichen Schönheit. Dank Zoë sind die sechs Looks schnell im Kasten, denn praktisch jeder Schuss ist ein Treffer.

13:00 Uhr: Wir sind happy, erschöpft und hungrig. Nur Zoë ist beflügelt, flaniert strahlend die Croisette entlang und erntet dabei viele bewundernde Blicke. Bei Kale-Salat und Pommes Frites sprechen wir über Fleischkonsum, Pelz und Naturkosmetik. Zoë will mit ihrem veganen Lebensstil ein Statement setzen. Auch wenn man nicht alles ändern könne, solle man darüber nachdenken und versuchen, seinen Beitrag zu leisten, ist sie überzeugt. Dann muss der Social-Media-Star wieder arbeiten und schöne Bilder vom Strand posten, während wir die entspannt die Füsse hochlegen, eine «Piscine» geniessen und dem Meer lauschen.

17:00 Uhr: Leider ist es schon Zeit, sich von der schönen Traumwelt an der Côte d’Azur zu verabschieden. Auch in Nizza hat unser Flug eine Stunde Verspätung, und Zoë steuert den Pop-up-Store von Ladurée an, um für die Mama Macarons zu kaufen. Der Flug geht direkt über die Gipfel der französischen Alpen, und Zoë erzählt begeistert von ihrer Trekking-Tour in Peru. 

EPILOG

20:00 Uhr: Bei der Ankunft in Zürich wird mit ein paar Klicks das Uber-Taxi bestellt, und Zoë entschwindet in ihr nächstes Abenteuer – die Lippen noch immer perfekt geschminkt. Wir folgen ihr ab sofort auf Instagram und drücken fest die Daumen, dass wir sie bald auf dem roten Teppich in Cannes bewundern können. 

5 Fragen Mit Zoë Pastelle

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