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Der Hype um "Raw Water"

Möglicherweise nicht ganz ungefährlich.
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Wir haben einen neuen Gesundheitstrend: "Raw Water". In San Francisco reissen sich die Feinschmecker und Gesundheitsbewussten um die Neuheit - wenigstens jene mit einem guten Einkommen. 

 

Live Water bietet für alle,  ungefiltertes, unbehandeltes Quellwasser für diejenigen, die eine Alternative zu Flaschen- und Leitungswasser suchen (das erste ist umweltschädlich ist und im zweiten sind schädigende Inhalttsstoffe wie Fluorid und Kontamination, welches von den Bleirohren kommt, enthalten) und sich allgemein aus dem Wassersystem herausnehmen möchten. Die Nachfrage nach "Raw Water" ist so hoch, dass die Preise bei CHF 36 für 9,5 Liter beginnen und in einigen Lebensmittelgeschäften sogar  auf CHF 60 gestiegen sind, wie die New York Times diese Woche erstmals in einem Artikel über den Wasser-Hype berichtete. Doh - trotz des Preises - ist es jedesmal fast sofort ausverkauft.

 

Die Idee des Unternehmens ist, dass Menschen die Mikroben, die im natürlichen Wasser existieren, konsumieren sollen - das Problem ist, wie das Center for Disease Control feststellt, dass Mikroben tödlich sein und Parasiten, Viren und sogar Cholera oder Hepatitis A verursachen können. Aus diesem Grund empfiehlt das CDC, dass auch natürliches Wasser behandelt werden muss, indem man es kocht oder Chemikalien verwendet.

 

Nun, das Wassersystem in Amerika mag seine Probleme haben. Aber sich ausserhalb des Systems zu positionieren - und zu vergiften -, ist nicht unbedingt die Lösung. Bisher wurden im Silicon Valley keine Todesfälle oder schwere Krankheiten mit dem Trinken von "Raw Water" in Verbindung gebracht, aber das Produkt ist noch neu - nur die Zeit wird es zeigen. Falls es sich in den USA behauptet, werden wir bestimmt auch bald in der Schweiz davon profitiern können.

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