L'Officiel Art

CUBE: Virtuelle Galerie in Zürich

Physisch vorhanden ist bei dieser Ausstellung wenig: Ausstellungsort und Kunstwerke sind alleine in der virtuellen Realität vorhanden. Sieht so die Kunst der Zukunft aus?
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Virtuel Reality ist auf dem Vormarsch. Die noch junge Technologie wird ständig weiterentwickelt und in immer mehr Bereiche transferiert. Einer, der sich damit auskennt, ist Manuel Rossner. Der Künstler hat sein Talent bereits in verschiedenen internationalen Projekten mit der Thematik des virtuellen Raums und dessen künstlerischen Anwendung bewiesen. Gemeinsam mit der Galeristin Nina Röhrs haben sie nun das Konzept zu CUBE entwickelt und kreativ umgesetzt. 

Wie es dazu kam? Inspiration für CUBE war die Werkreihe "Body Painting" von Banz & Bowinkel. Das Künstlerduo hat in seinen skulpturalen Werken Bewegung in dreidimensional erzeugten Simulationen festgehalten und sind somit als Kunstwerke im virtuellen Raum zu verorten. Der Versuch, die Werke als zweidimensionale Fine Art Prints zu zeigen, war mässig befriedigend. Die körperliche Erfahrbarkeit blieb dabei nämlich auf der Strecke. Aus der darauffolgenden Suche nach einem passenden Ausstellungsort, an dem Kunstwerke in ihrer digitalen virtuellen Ursprungsform dargestellt werden können, ist CUBE entstanden.

CUBE ist durch eine VR-Brille und einen Rechner, der im Gebäude von Roehrs & Boetsch in Zürich steht, an die physische Welt gebunden. Setzen die Besucher jedoch die Brille auf, finden sie sich in einer Welt wieder, die wenig mit der Realität zu tun hat. So ist der virtuelle Ausstellungsort ein aus fünf kubischen Körpern bestehendes Gebäude, das, umhüllt von wolkenartigen Kugeln, in der Luft schwebt und durch Verbindungsstränge, die an Rutschen erinnern, aneinander festgemacht sind. Über die einzelnen Ebenen verteilt ist die Gruppenausstellung "Virtual Natives - Sculptures" zu bestaunen. Diese setzt sich aus den Kunstwerken von Banz & Bowinkel, Martina Menegon, Chiara Passa, Manuel Rossner und Theo Triantafyllidis zusammen. In jedem Raum begegnen die Besucher einer anderen Form der virtuellen Realität, was die Vielfalt dieser digitalen Ausdrucksform offenbart. Die Ausstellung ist eine überraschende und erstaunliche Pause von der Realität.

 

Die Ausstellung findet vom 17.01. bis 02.03.2019 bei Roehers & Boetsch statt.

Roehrs & Boetsch Gallery, Bachstrasse 9, 8038 Zürich

roehrsboetsch.com

 

 

 

 

Image Credits:
Roehrs & Boetsch

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