Katherine Langford: "Schönheit gehört zu meinem Job"
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Katherine Langford: "Schönheit gehört zu meinem Job"

Mit 21 Jahren ist Katherine Langford, die grosse Entdeckung der Netflix-Serie "13 Reasons Why" (Tote Mädchen lügen nicht), deren zweite Staffel dieses Jahr erscheint, einer der vielversprechendsten und gewinnbringendsten Stars Hollywoods.
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Mit der bewegten Darstellung der fiktiven Figur Hannah Baker, einer Jugendlichen, die in den Suizid getrieben wird, traf sie den Nerv ihrer Generation und wurde als beste Darstellerin für die Golden Globes nominiert, wo sie mit einem Prada-Kleid auffiel. Nicht schlecht für eine Einsteigerin! Spezielle Merkmale? Ein wunderbar australisches Naturell verbunden mit einem grossen Talent, ein angeborener Sinn für Stil mit einem Hauch Vintage und eine sehr attraktive Bescheidenheit. Anfangs hatte die Ärztetochter, die am 27. Juni in "Love, Simon" von Greg Berlanti – diesmal ein Film über den Umgang mit jugendlicher Homosexualität – wieder zu sehen sein wird, jedoch überhaupt kein Interesse am Showbusiness. Aber ihr guter Stern hat sie eingeholt. 

L’OFFICIEL: Die letztes Jahr gestartete Netflix-Serie "13 Reasons Why" hat sofort mit ihrem originellen Konzept – in Rückblenden die 13 Gründe zeigen, die zum Suizid der 17-jährigen Hannah geführt haben – und dem polarisierenden Thema von sich reden gemacht: Bis dahin sprach niemand von der alarmierenden Suizidrate bei Jugendlichen und den Gefahren des Mobbings an der High School. Aber für Sie war das auch und vor allem Ihre allererste Rolle!

Katherine Langford: Es ist ein ziemlich unglaubliches Glück, mit einer solchen Rolle starten zu können. Aber genau weil die Themen der Serie so intensiv waren, habe ich nicht sofort deren Tragweite erkannt. Ich war darauf konzentriert, alles gut zu machen, die "schwierigen" Szenen gut vorzubereiten. So habe ich nicht sofort geahnt, welche sozialen Auswirkungen die Serie haben würde. 

 

Eineinhalb Jahre später sind Sie einer der aufsteigenden Stars in Hollywood mit über acht Millionen Followers auf Instagram!

Ich wollte Instagram eigentlich gar nicht. Ich wollte diesen Beruf nicht um der Berühmtheit willen ausüben. Erst Selena Gomez, die Produzentin von "13 Reasons Why", hat mich überzeugt, in den sozialen Medien erreichbar zu sein, um eine Verbindung zu den verzweifelten Jugendlichen, die sich in Hannah wiedererkannt haben, aufzubauen. Sie hatte recht. Heute benutzen zahlreiche Schulen die Serie, um die Schüler und Eltern zu sensibilisieren. Das ist sehr berührend. 

Stimmt es, dass ein Konzert von Lady Gaga Ihren Berufswunsch ausgelöst hat? 

Niemand in meiner Familie ist im Showbusiness tätig. Da ich Captain eines Schwimmteams an der Schule war, hätte meine Berufung eigentlich der Sport sein müssen. Oder ein Beruf in der Gesundheitsbranche oder im öffentlichen Dienst. Ich liebte jedoch schon immer Musik, und mit neun Jahren begann ich, Gesangsstunden zu nehmen. Und tatsächlich erlebte ich mit 16 Jahren an einem Konzert von Lady Gaga in Perth, der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, eine Offenbarung. Noch am selben Abend setzte ich mich ganz allein ans Klavier, und mein Wunsch, Schauspielerin zu werden, war geboren.

 

Haben Sie sofort mit Ihren Eltern über diesen Berufswunsch gesprochen?

Ich habe es ihnen verheimlicht, bis ich 19 war. Sobald ich wusste, dass ich Schauspielerin werden wollte, nahm ich heimlich mehr Jobs an, um Theaterkurse zu finanzieren, und habe Theaterstücke verschlungen. Aber ich bin mehrmals bei der Aufnahme an eine Schauspielschule gescheitert, habe in London und Los Angeles zwei Castings vermas- selt, alle meine Ersparnisse waren dahin. Dann sprach mein Agent über "13 Reasons Why" von Brian Yorkey nach dem Roman von Jay Asher, produziert von Netflix, Selena Gomez und dem Oscar-Gewinner Tom McCarthy. Ich habe mich sofort gefilmt, um ihnen mein Vorsprechen zu schicken. 

Wie hat der Erfolg von "13 Reasons Why" Ihr Leben verändert?

Ich bin immer noch die Gleiche, ein Mädchen, das noch viel lernen muss. Man spürt den Erfolg im Blick der anderen. Aber ich lebe wie in einem Märchen. Zum Beispiel, als ich mich, nominiert als beste Schauspielerin, an den Golden Globes an der Seite meines Idols Claire Foy von "The Crown" wiederfand. Und das in einem massgeschneiderten Prada-Kleid, einem schwarzen, da der Abend im Zeichen von Time’s Up stand. Das war unglaublich. 

 

Machen Sie bei der Time’s-Up- Bewegung mit?

Ja. Ich wurde von Time’s Up, wie alle nominierten Schauspielerinnen, zu einem Treffen der Gruppe geladen und fand mich mit allen meinen Heldinnen in einem Zimmer wieder, von Natalie Portman und Michelle Williams bis Reese Witherspoon. Ich war so gerührt, dass ich in Tränen ausbrach. 

Lesen Sie das gesamte Interview in der aktuellen Ausgabe L'OFFICIEL Schweiz.

Warum Katherine Langford müde ist zu hören, dass sie hübsch ist - DER OFFIZIELLE

Image Credits:
Fotografie Daria Kobayashi Ritch
Styling Jennifer Eymère, in Gucci und Tiffany & Co.

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