Les Filles de L'Officiel Isabelle Bscher

Isabelle Bscher

Hi, ich bin Isabelle Bscher und komme aus Köln, wohne aber in der Schweiz. Ich bin in der Kunstwelt aufgewachsen. Meine frühsten Erinnerungen sind Besuche von Künstlern, Künstlerfamilien und Museumsdirektoren, die stets bei uns zu Hause waren. Jedes Jahr – seit ich denken kann – habe ich die Art Basel besucht. Als Kind war das immer mit einem Besuch vom Spielzeugladen Franz Karl Weber verbunden. Nach dem International Baccal- aureate habe ich in London einen Bachelor in Business und danach einen Master in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst in New York gemacht.

Meine These schrieb ich über den Einfluss von Psychedelischen Substanzen auf Kunst. Dafür bin ich durch ganz Kalifornien gefahren, um die Künstler aus den 60er- und 70er-Jahren zu interviewen. Mich verbindet seitdem eine grosse Liebe mit diesem Staat, wo ich versuche soviel Zeit wie möglich zu verbringen. Eine andere Leidenschaft von mir ist das Engadin, wo meine Familie auch eine Galerie in St.Moritz hat. Für mich ist es der absolut malerischste Ort der Welt.
 

Was ist Dein Style?
 Ich ziehe mich je nach Laune an, tagsüber trage ich gerne Jeans und Lederjacke. Klamotten, die ich lieb habe, trage ich über Jahre. Zudem mixe ich immer high- und lowend. Es ist cool, kleinere Labels zu finden, die nicht so verbreitet sind. Manche Trends sind schöner als andere. Ich hatte schon immer ein Fable für 60er-Jahre Kleider und Mäntel. Ich besitze ein Erbstück, einen Mantel von meiner Grossmutter, den ich sehr liebe. Im Moment gefällt mir das Comeback der 90er-Jahre, Slip-Dresses, dunkler Lippenstift, Choker etc.
 

Was hältst Du vom Trend, Mode und Kunst zu verbinden?
In der russischen Avantgarde gibt es das Konzept des gesamten Künstlers. Jemand der alles - Kunst, Design, Mode und Architektur kreiert. In diesem Zusammenhang hatte ich das Glück, viele der grössten Kreativen unserer Zeit kennenzulernen wie Karl Lagerfeld oder Heidi Slimane. Ihre Kreationen zählen zu meinen absoluten Favoriten. Ich bin Fan von David Koma, seine Arbeit für Mugler ist fantastisch. Es macht Spass, Mode mit Kunst zu verbinden, so haben wir zum Beispiel mit dem super Kaschmir-Label Lucien Pellat Finet eine Limited Edition von Yves Klein mit dem Yves Klein-Estate gemacht.
 

Wie wichtig sind die sozialen Medien für Dich?
Ich liebe Instagram, weil es so visuell ist. Ich habe es erst wirklich kennengelernt, als ich an der Party war, wo der Verkauf von Instagram an Facebook gefeiert wurde. Es ist ein tolles Medium für junge Künstler, die damit ein Forum haben und ihre Bilder zu präsentieren können. Ausserdem schätze ich, dass man zufällig ganz neue Sachen aus aller Welt entdecken kann.
 

Was bedeutet es für Dich, «une Fille de L’OFFICIEL »zu sein?
Ich war schon immer grosser Fan von L’OFFICIEL und habe oft das Heft in mehreren Sprachen gekauft. Es verbindet Mode, Zeitgeist und Kultur, besonders Kunst. Die Strecken sind visuell wunderschön und inspirierend. Ich bin geehrt, jetzt Teil dieser tollen kreativen Familie zu sein. 

 

Image Credit: Wayne Maser